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Warum AniFit Tiernahrung in Schweden produziert wird.
In Deutschland und vielen anderen EU-Staaten sind Massentierhaltung unter nicht artgerechten Bedingungen normal und gesetzlich nicht verboten. Auch die vorsorgliche Beifütterung von Antibiotika ist übliche Praxis, anders in Schweden:

Antibiotika und Hormone
Eine der Aufgaben des Zentralamts für Lebensmittelwesen als zentrale Regulierungsbehörde für Lebensmittel ist die Wahrung der Verbraucherinteressen durch sichere Lebensmittel. Im Bericht von 1998 steht, dass schwedische Lebensmittel fast völlig frei von unerwünschten Substanzen wie Antibiotika und Hormonen sind. Von 16.000 Proben, die von dunklem Fleisch, Huhn, Milch, Fisch, Reh und Wild stammten, enthielten lediglich acht Proben von Rind- und Schweinefleisch und nur eine Milchprobe Antibiotika, die über der zulässigen Höchstgrenze lagen. Keine Probe konnte Hormonrückstände aufweisen. 1999 wird die Analyse auch auf Honig und Eier ausgeweitet.

Durch den schwedischen Widerstand gegenüber Arzneimitteln wie Antibiotika in der Tierproduktion konnten auch die resistenten Bakterien in Schweden in Schach gehalten werden, während sie in vielen anderen Ländern immer stärker auftreten und schwere Lungenentzündung, Salmonellen und Tuberkulose verbreiten. Schweden war in der Tat ausschlaggebend dafür, dass dieses Thema auf die Tagesordnung der EU gesetzt wurde. Die Einführung eines Verbots von Antibiotika als Wachstumsförderer erfährt jetzt breite Unterstützung. Die Weltgesundheitsbehörde, WHO, befasst sich nun mit diesem Thema. Ende 1998 überraschte die Europäische Kommission viele Menschen, als sie sechs von zehn antibakteriellen Futtermittelzusätzen verbot. Im Juni 1999 wurden alle EU-Länder gebeten, die Kontrollen der nichtmedizinischen Anwendung von Antibiotika in Tierfutter zu verschärfen.

An der Hormonfront haben sich schwedische Verbraucher und fast alle Erzeuger lautstark der Einführung von Monsterrindern beispielsweise der Rasse Belgian Blue widersetzt. Das vom Züchter entwickelte defekte Gen verursacht große Probleme beim Kalben und bringt ein schwaches Skelett und weitere Mängel mit sich. Der schwedische Widerstand konzentrierte sich hierbei eher auf die Tierschutzproblematik als auf potentielle Gesundheitsprobleme des Endverbrauchers.

Quelle: www.sverige.de