Zum Wohle Ihrer Katze sollten folgende Grundregeln beachtet werden:
- Die Katze nie länger als 12 Stunden hungern lassen! Gerade bei älteren, übergewichtigen Katzen besteht die Gefahr der Entwicklung einer hepatischen Lipidose (Fettleber), wenn sie über einen längeren Zeitraum keine Nahrung zu sich nehmen.
- Bei Katzen, die über ein Jahr alt sind, sollte die Umstellung langsam erfolgen, damit sich Stoffwechsel und Verdauung an die neue Nahrung gewöhnen können. Unterstützend kann ein Darmfloramittel verabreicht werden, falls sich durch die Umstellung auf das neue Futter Verdauungsprobleme einstellen sollten.
- Der Futterwechsel bei Tieren unter einem Jahr kann schneller erfolgen. Viele Jungtiere nehmen das neue Futter problemlos an, hier muss man die Umstellungsphase nicht künstlich hinauszögern. Wenn die Katze neu ins Haus kommt, ist es empfehlenswert, ihr in den ersten Tagen die Nahrung zu geben, die sie bisher bekommen hat, da die Eingewöhnung schon genug Stress bedeutet, der nicht noch zusätzlich durch eine Futterumstellung erhöht werden sollte. Sobald das Jungtier sich eingelebt hat, kann man auf ein anderes Futter umstellen, wobei man sich auch hier an das Tempo der Katze anpassen sollte.
- Am besten ist es, die Katze an regelmäßige Fütterungszeiten zu gewöhnen und diese auch einzuhalten, ohne der Katze zwischendurch etwas anzubieten. Ideal sind 3 bis 4 feste Mahlzeiten pro Tag, wovon man im Bedarfsfall einmal eine auslassen kann. Das Futter sollte nicht länger als eine halbe Stunde bei Zimmerwärme stehen bleiben, danach entfernt man es wieder und versucht es bei der nächsten regulären Mahlzeit erneut.
- Es ist wichtig, in jeder Umstellungsphase darauf zu achten, dass die Katze regelmäßig eine Mindestmenge an Nahrung zu sich nimmt. Das sind mindestens 25g Futter pro kg Körpergewicht täglich, die die Katze möglichst in mindestens zwei Mahlzeiten verzehren sollte. Die Geschwindigkeit der Umstellung muss individuell angepasst werden. Keinesfalls sollte man zu früh aufgeben und wieder das vorherige Futter servieren, damit wären alle bisher erzielten Erfolge zunichte gemacht und man müsste wieder von vorn anfangen.
Umstellung von Katzen, die bisher ausschließlich Trockenfutter fressen:
- Trockenfutter ist mit nur 8 bis 10 % Feuchtigkeit sehr konzentriert und dementsprechend geschmacksintensiv. Dies ist mit ein Grund, warum viele Katzen sich auf Trockenfutter spezialisieren und nichts anderes mehr fressen wollen. Je länger eine Katze bereits ausschließlich Trockenfutter frisst, desto geringer ist die Bereitschaft, sich wieder an Futter zu gewöhnen, das einen normalen Wassergehalt von ca. 70 % aufweist.
- Neben der Gewöhnung an den höheren Feuchtigkeitsgehalt in der Nahrung kommt auf die Katze noch eine weitere Umstellung zu, da Feuchtfutter nicht ständig für die Katze bereit stehen kann, weil es sonst verderben würde. Sie muss sich also anstatt der bei Trockenfutter üblichen ad-libitum-Fütterung darauf einstellen, dass es nur noch regelmäßige Mahlzeiten zu bestimmten Zeiten gibt. Katzen, die ständig Futter zur Verfügung haben, wie es bei der Trockenfütterung üblich ist, fressen immer nur kleine Häppchen über den Tag verteilt, so dass sie nie richtig hungrig und nie richtig satt sind. Zudem haben sie immer dann die Möglichkeit, auf das ständig zur Verfügung stehende Futter auszuweichen, wenn sie etwas nicht fressen wollen oder das Trockenfutter einfach lieber mögen, was leider bei den meisten Katzen der Fall ist. Das ist eine denkbar schlechte Voraussetzung, ihnen ein anderes Futter schmackhaft zu machen.
- Es werden drei oder vier Mahlzeiten Trockenfutter zu festen Uhrzeiten serviert. Zwischen den Mahlzeiten sollte kein Futter zur Verfügung stehen. Normalerweise ist es nicht optimal, wenn die Katze größere Mengen Trockenfutter auf einmal frisst, da sie es nicht schaffen kann, genug Wasser dazu zu trinken, so dass die Gefahr einer zeitweisen Dehydration besteht. Daher ist dies wirklich nur als Übergangslösung zu betrachten und sollte keinesfalls für längere Zeit oder bei nicht ganz gesunden Katzen so gehandhabt werden. Zunächst lässt man das Futter für eine Stunde stehen und entfernt es anschließend wieder. Dieser Zeitraum wird nach und nach verkürzt, bis man erreicht, dass die Katze ihre jeweilige Mahlzeit in 15 Minuten oder weniger einnimmt. Hat man eine Katze, die gut genährt oder gar ein wenig rundlich ist, kann man unterstützend für einige Tage die Portionen um 10 oder 20 Prozent reduzieren, um den Appetit der Katze zu fördern.
- Eine weitere Möglichkeit ist es, Katzen die ein Lieblingstrockenfutter haben, dieses nur noch als Mischung mit AniFit anzubieten. Fressen sie das nicht, dann ist der Schritt zurück nicht derjenige zurück zum geliebten Trockenfutter, sondern der zu einem Trockenfutter, das sie nicht gerne mögen. So verbinden sie den Geschmack von AniFit in Kombination mit ihrem Lieblingsfutter mit einem für sie positiven Geschmackserlebnis.
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